Weinlagen

Vom Meer zum Rebenmeer

Vor rund 200 Millionen Jahren sah es hier in Flonheim im Landkreis Alzey-Worms noch ganz anders aus. Die klimatischen Bedingungen und Vegetationen der verschiedenen Erdzeitalter mit Wüsten, Vulkanen und Meeren lassen sich an den hiesigen Gesteinsformationen und in den Sandsteinbrüchen gefundenen Fossilien nachvollziehen. Ja, hier war mal Meer!

In den Flonheimer Steinbrüchen haben schon die Römer Sandstein abgebaut. Sie haben auch die Weinbaukultur in die Region gebracht. Auf den roten Böden - Sandsteinverwitterungsböden und Rotliegendes (geologischer Fachausdruck: Rotliegend) - gedeihen unsere Reben prächtig. In der Kombination mit dem Sahnehäubchen – der perfekten Ausrichtung zu Sonne hin – ergibt das mineralisch tolle Weine.

Hungernde Reben

Ein anderer Gesteinsboden macht es unseren Reben richtig schwer: Der schwarze, brüchige Melaphyr ist vulkanischen Ursprungs und erwärmt sich sehr schnell. Er ist jedoch auch extrem trocken, was die Reben zwingt, sehr tief zu wurzeln, um überhaupt an Wasser gelangen. Die Reben hungern sozusagen; die einzelnen Beeren werden nicht besonders groß, bilden dafür aber viel bessere Inhaltsstoffe aus. Nun kennen Sie eines der Geheimnisse unseres Portugiesers der Lage Rotenpfad.

Porphyr und tiefgründige Tonböden sind ebenfalls in der Flonheimer Gemarkung zu finden.

Südeuropäische Verhältnisse

Klimatisch gesehen zählt Flonheim zu den trockensten Gebieten Deutschlands. Der Niederschlagsmittelwert von rund 500 l pro Quadratmeter im Jahr ist mit Weinregionen südlich der Alpen vergleichbar.